Forschung
April 18, 2018 — 12:22

Die Entwicklung der visuellen Darstellung medialer Inhalte als Folge technischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und medialer Interdependenzen und ihre Konsequenzen für die Bildpublizistik.

Kurzbeschreibung

Ausgelöst durch technische Entwicklungen durchlaufen die Medien im Allgemeinen und die Bildpublizistik im Besonderen einen Strukturwandel, für dessen Dimension und Dynamik sich kaum aktuelle oder historische Vergleiche, weder innerhalb der Bildmedien, noch in anderen Branchen, finden lassen. In Folge der Digitalisierung verändert sich das System Bild bis zur Unkenntlichkeit. Fotografen werden zu multimedialen Content-Lieferanten. Die monomediale Publikation wird ersetzt durch die transmediale Veröffentlichung von Inhalten. Klassische Bildagenturen verschwinden aus wirtschaftlichen Gründen, neue Anbieter treten in den Markt ein und verändern nicht nur die Geschäftsmodelle sondern auch Arbeitsbedingungen und Bildsprachen. Die Möglichkeiten der Digitalisierung von Bilddaten erfordert eine Änderung rechtlicher Bestimmungen mit Auswirkungen auf die betriebswirtschaftlichen Erlöse der Bilderzeuger und daraus resultierenden Konsequenzen für die Bildpublizistik. Jede Entwicklung in einem Bereich hat dabei gleichzeitig Auswirkungen auf verschiedene andere Bereiche.

Die veränderten Herstellungs- und Publikationsbedingungen von Bildern bedeuten auch einen Wandel des Systems Journalismus, über dessen gesamtgesellschaftliche Wirkungen zur Zeit nur spekuliert werden kann.

Mein aktuelles Forschungsprojekt wird die Entwicklung des Handels mit Nutzungsrechten an Bildern darstellen und dokumentieren, wie unterschiedliche Entwicklungen in verschiedenen Bereichen sich gegenseitig beeinflussend, den Markt laufend verändern und im Ergebnis bestimmen, welche Bilder (aus welcher Quelle, mit welcher Bildsprache und welcher Bildgestaltung) überhaupt veröffentlicht werden.

 

image market – business trends 2019

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes erfolgte im Februar und März 2019 in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA) die zweite Erhebung zur aktuellen Situation deutscher Bildagenturen unter dem Titel „image market – business trends 2019“.

PM_Ergebnisse_image_market_2019_2019-04-01 

pictorial-online april 2019 _ Der deutsche Bildermarkt

 

Bildermarkt 2018

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes erfolgte im Februar und März 2018 in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA) eine Erhebung zur aktuellen Situation deutscher Bildagenturen unter dem Titel „Bildermarkt 2018“.

BVPA Umfrage Pressetext Ergebnisse

pictorial_03_2018_Bildermarkt_2018

 

Vorstellung ausgewählter Ergebnisse auf der Konferenz „Digital Economy and Global Transformations in the Trade of Photography, Heidelberg 05.02.2019.

Digital_creative_industry_conference_English

 

Einen Bildermarkt gibt es nicht …

Obwohl scheinbar eindeutig, wird ein Begriff je nach Position oder Intention unterschiedlicher Autoren, verwendet, um ganz verschiedene (Teil-)Märkte gleichermaßen zu etikettieren. Abhängig vom Bildinhalt und dem jeweils angewendeten Vertriebsmodell, gelten für unterschiedliche Märkte und Marktsegmente jedoch unterschiedliche Regeln und Gesetze. Der Beitrag „Einen Bildermarkt gibt es nicht …“ erschien in: BVPA – Der Bildermarkt. Handbuch der Bildagenturen 2009, Berlin, 2009, Seite 31 –43, sowie in: BVPA – Der Bildermarkt. Handbuch der Bildagenturen 2010, Berlin, 2010, Seite 35–47.

Einen Bildermarkt gibt es nicht … Lars Bauernschmitt